Die Interim Branche

15.200

Interim Professionals

bieten ihre Dienste als Interim Manager, Berater, Projektleiter an. Nicht alle von ihnen werden professionell durch einen Interim Provider vertreten. (AIMP-Umfrage 2016)

1.025

Euro / Tag

betrug der durchschnittliche Tagessatz eines Interim Professionals (AIMP-Umfrage 2016)

143

Tage Auslastung / Jahr

erreicht ein Interim Manager durchschnittlich (von 200 fakturierbaren Werktagen im Jahr; AIMP-Umfrage 2016)

Das Marktpotenzial von Management auf Zeit ist noch längst nicht ausgeschöpft, denn in vielen Unternehmen gehört Interim Management noch nicht zum Standard befristeter Personallösungen. Zudem kennzeichnen zahlreiche Einzelkämpfer, Generalisten und Spezialanbieter eine fragmentierte Branche, deren Chancen­reichtum für modernes just-in-time Personal­management oft verkannt wird.

Diversifizierung des Marktes

Aus unserer Sicht werden sich unter den professionellen Anbietern deutlich die folgenden Gruppen herausschälen:

Nationale Voll­sortimenter

  • Bundesweit und über Deutschland hinaus tätig
  • Decken alle Funktionen und Branchen ab
  • ZMM ist nationaler Vollsortimenter

Nationale Spezia­listen

  • Bundesweit tätige Anbieter
  • Schwerpunkt in einer bestimmten Funktion, z.B. bei EDV oder im kaufmännischen Bereich

Auslän­dische An­bieter

  • Tochtergesellschaften etablierter professioneller Anbieter, z.B. aus Großbritannien, Frankreich, Schweiz
  • Nachteil: wenig deutsche Manager in deren Pools

Daneben gibt es eine Vielzahl von kleineren oder "Me-too"-Anbietern, die meist nur über kleine Pools und begrenzten Service verfügen.

Diversifizierung des Einsatzgebiets

Diversifizierung der Einsatzgebiete für Interim Management

Seit der Einführung von Interim Management in Deutschland wächst nicht nur der Markt, sondern auch das Verständnis der Einsatzgebiete von Interim Managern: In den 1990er Jahren dominierte der Einsatz von Interim Managern auf der 1. und 2. Führungsebene – wir nennen es die „interimistische S-Klasse“. Im Laufe der letzten zwei Dekaden verschob sich der Einsatzbereich weiter nach unten auf die 2. und 3. Führungsebene sowie für die Leitung von größeren Projekten – wir sprechen vom Management auf Zeit auf allen Ebenen und in allen Rollen. Heute trifft man Interim Professionals auch in sehr speziellen Aufgabengebieten an – das mögliche Einsatzgebiet umfasst jetzt ganze Unternehmen und definiert sich nicht mehr über die Führungsebene. Projektorientierte Arbeit nimmt innerhalb von Unternehmen zu, wie es in Großbritannien schon länger zu beobachten ist: projektorientierte Aufgaben, die immer häufiger von unabhängigen Interim Professionals übernommen wird.

Wachstum durch Nachholbedarf

  • Im Vergleich zu Ländern wie den USA, Großbritannien, den Niederlanden und auch der Schweiz hat Interim Management in Deutschland sein Marktpotenzial bis heute noch bei weitem nicht ausgeschöpft.
  • Unkenntnis, aber auch Vorbehalte bei vielen potenziellen Kunden verhindern die volle Wahrnehmung der vielfältigen Chancen, die unsere Dienstleistung allen Beteiligten bietet.
  • Nach unserer Einschätzung gibt es in Deutschland rund 15.000 Manager und Experten, die als Freelancer zu Interim-Einsätzen qualifiziert und bereit sind. Viele davon erreichen aber keine hohe Auslastung. Nicht jeder fachlich gute Experte ist zugleich ein guter Verkäufer seiner Ich-AG. Dies bedeutet für die deutsche Wirtschaft, dass Human-Kapital von erheblichem Wert ungenutzt bleibt. Provider als professionelles Bindeglied zwischen Interim Professionals und suchendem Unternehmen können diese Lücke schließen.

Schrittweise Professionalisierung

  • Die nur scheinbar niedrigen Eintrittsbarrieren in unserer Branche führen zu einer Vielzahl von Klein- und Kleinstanbietern von Interim-Diensten, die zum Teil nur kleine Pools mit wenigen Einzelkämpfern repräsentieren. Daneben präsentieren sich verständlicherweise zahlreiche Freelancer mit eigenen Websites, Broschüren und Vertriebsaktivitäten.
  • Für Kunden und Interessenten resultiert dies in einer verwirrenden Angebotsvielfalt, bei der die Auswahl kompetenter und professioneller Anbieter nicht ganz leicht fällt.
  • In den kommenden Jahren erwarten wir eine stärkere Polarisierung des Marktes zwischen professionellen Anbietern auf der einen und "Boutiquen" auf der anderen Seite.